Schlagwort-Archiv: Placeboeffekt

Für immer jung: Warum wir nicht altern müssen

Du fragst dich wohl, was dieser Titel überhaupt soll. Schließlich sieht man doch überall ältere Menschen. Und man braucht hier auch gar nicht so weit zu suchen: Denn bei der täglichen Begutachtung im Spiegel hast du vermutlich auch schon die ersten Fältchen im Gesicht entdeckt oder – ach, du lieber Schreck! – vielleicht sogar das erste graue Haar.

Immer wieder höre ich, wie bereits Zwanzigjährige darüber witzeln, dass sie schon die ersten Alterserscheinungen an sich erkennen können. Je älter die Menschen werden, desto mehr wird das Zwicken hier, das Zwacken dort, die nicht mehr so schöne Figur, die nicht mehr so scharfe Sehkraft und, und, und… dem Alterungsprozess gerne in die Schuhe geschoben. “Du wirst es schon selbst sehen und spüren, wenn du mal in meinem Alter bist!” sagen sie mit einer mitleidigen Stimme und scheinen allein beim Aussprechen dieses Satzes noch mehr in sich zusammenzubrechen. Fernsehen, Magazine, Radio, Werbung – das Thema Altern mit all seinen unschönen Konsequenzen ist allgegenwärtig.

Doch ist das Älterwerden wirklich so selbstverständlich und unausweichlich, wie wir glauben? Müssen wir überhaupt alt werden? Und falls nicht, warum scheinen Menschen auf der ganzen Welt dieselbe Erfahrung zu machen?

Seit Jahrzehnten haben Forscher genau diese Fragen zum Kernpunkt ihrer Studien gemacht. Ihre Resultate verweisen unentwegt auf eine und dieselbe Erkenntnis: Altern ist weder natürlich noch biologisch bedingt!

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Abnehmen leicht gemacht

Falls Sie sich entschlossen haben abzunehmen oder sich bereits mitten drin befinden, aber momentan das Gefühl haben festzustecken, dann sind Sie hier genau richtig! Sie werden nicht nur erfahren, wie Sie mit Leichtigkeit und Spaß abnehmen können, sondern auch, warum sich manchmal während des Abnehmprozesses Phasen einstellen, wo rein gar nichts weitergeht, obwohl Sie sich sehr bemühen. Außerdem werden wir uns die Grundlage all dessen, was Sie erleben und erfahren – Ihre Gedanken, Überzeugungen und Emotionen – genauer ansehen und Sie werden Techniken erlernen, wie Sie diese dahingehend beeinflussen können, dass Sie ihr Abnehmziel mühelos erreichen.

Anders als bei Abnehmansätzen, die ein bestimmtes Handeln in den Vordergrund stellen, legt diese Herangehensweise den Schwerpunkt auf die mentalen Vorgänge: denn genau das, was Sie jetzt denken, empfinden, glauben und erwarten, beeinflusst Ihre künftigen Handlungen sowie die Weise, wie ihr Körper funktioniert.

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Placebos, Schein-OPs und Co.: Was sie über das wahre Potential von Geist und Körper aussagen (Teil 2)

Dies ist die Fortsetzung zum gleichnamigen Beitrag, Teil 1.

Der weiße Kittel und der Pawlowsche Hund

Der Wirkung des Placebo-Effekts liegen zwei Mechanismen zugrunde: Erwartung und Konditionierung.

Vereinfacht gesagt, entsteht Erwartung aus individuellen Überzeugungen und Bildern bzw. Symbolen und Archetypen, welchen die jeweilige Person bestimmte Bedeutung beimisst (Tischer 2017). So weckt z.B. der weiße Kittel bereits eine gewisse Erwartungshaltung im Beobachter. Wenn dann noch die Klinik renommiert und der Arzt, der diesen Kittel trägt, für seine hervorragenden Leistungen weit und breit bekannt ist, lässt das die Erwartung nochmals in die Höhe schnellen. Und ist es nicht interessant, dass der Zahnschmerz oft merkbar nachlässt oder gar verschwindet, sobald man vor der Tür des Zahnarztes steht und weiß, dass einem gleich geholfen wird?

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Placebos, Schein-OPs und Co.: Was sie über das wahre Potential von Geist und Körper aussagen (Teil 1)

Placebo, das aus dem Lateinischen übersetzt „ich werde gefallen“ bedeutet, und der Placebo-Effekt sind heute allgemein gängige Begriffe. Schon zu Hippokrates Zeiten bekannt und eingesetzt, werden sie zumeist dem Kontext der Scheinmedikation zugeordnet. Doch Placebo beschränkt sich nicht nur auf die Einnahme wirkstoffloser bunter Pillen oder auf das Eincremen mit wundersamen Salben – es erstreckt sich auf Medizinbereiche, die von Scheinakupunkturen bis hin zu vorgetäuschten chirurgischen Eingriffen reichen (Maly-Samiralow 2014; Siegmund-Schultze 2008; Taylor 2017; Tischer 2010). Der Grund, warum es eine derartige Faszination auf Mediziner, Wissenschaftler und Interessierte ausübt, ist, dass es die gleiche Wirkung hat wie seine echten Pendants, und zum Teil sogar noch effektiver ist! (Maly-Samiralow 2014; Taylor 2017).

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Gene nach Wunsch – so funktioniert’s!

Genetischer Determinismus vs. Epigenetik

Seit der Veröffentlichung von Darwins Über die Entstehung der Arten (1859) hat der genetische Determinismus über 100 Jahre lang die Wissenschaft grundlegend beherrscht und ist bis heute in den Köpfen vieler Menschen verankert. Der genetische Determinismus betrachtet den menschlichen Körper als eine biochemische Maschine, die durch Gene gesteuert wird. Genauer gesagt, die physischen, physiologischen und emotionalen Verhaltensweisen werden durch den genetischen Code kontrolliert, wobei der Mensch keinerlei Einfluss auf ihn nehmen kann und somit zum Opfer seiner Gene wird.

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Die Forschung bestätigt: Zähne wachsen wieder nach!

Zahnregeneration im Tierreich

… ist ein weitverbreitetes Phänomen. Diese erstreckt sich nicht etwa nur auf die in diesem Zusammenhang oft erwähnten Reptilien und Fische, sondern auch auf Nagetiere und Säugetiere. Bei Alligatoren beispielsweise, wird jeder einzelne Zahn rund einmal im Jahr durch einen neuen ersetzt. Somit kommt es im Laufe des Lebens bis zu einer 50-maligen(!) Erneuerung des Kauwerkzeugs. Haie können während ihrer gesamten Lebensdauer bis zu 30.000 Zähne bei der Jagd verlieren, darum lässt die Natur gleich mehrere Reihen der Hauptbeißerchen nachwachsen. Bricht ein Zahn in der ersten Reihe, rückt gleich der Ersatz nach. Nagetiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Chinchillas erfreuen sich ebenso eines lebenslangen Zahnwachstums. Nicht zuletzt ist Zahnregeneration auch bei Säugetieren gang und gäbe.

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