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Tummo-Meditation: Heilung durch „innere Hitze“

Tummo. Mann sitzt auf dem Steg am See und meditiert. Eine Feuerkugel breitet sich über seinen Körper aus.

Sicher haben Sie schon einmal von Wim Hof gehört, dem holländischen „Eismann“, der 20 Guinness Weltrekorde im Ausdauern extremer Temperaturen hält. Er lief u.a. einen Marathon am Polarkreis bei -20 °C in Sandalen, bestieg den Mount Everest bis zur 7.400 m Marke lediglich in Shorts bekleidet und tauchte am Nordpol die längste Distanz, die je ein Mensch unter meterdicken Eisschollen zurücklegte. Doch Hof sieht sich keineswegs als ein Ausnahmetalent. Er sagt: „Was ich kann, kann jeder.“

Was ist Tummo?

Tatsächlich beschränkt sich dieses Phänomen nicht nur auf Wim Hof und einige Eingeweihte aus Indien oder Tibet. Es hat eigentlich eine lange Tradition. Die Rede ist von Tummo, einer fortgeschrittenen, tantrischen Meditationstechnik, die bis heute im Vajrayana-Buddhismus gelehrt wird. Die Praxis gibt es ebenfalls in der Bön-Religion, die bereits vor der Etablierung des Buddhismus in Tibet vorherrschend war.

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Die Kunst der Meditation: Klaren Fokus durch Defokussierung meistern

Der Begriff „Meditation“ weckt bei jedem unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen. Für den einen ist sie im orange gekleideten buddhistischen Mönch versinnbildlicht, der schweigend im Lotussitz sitzt und mit seinem Zeigefinger und Daumen das berühmte Dhyana Mudra formt. Manch anderer denkt dabei an den gutturalen Om-Gesang, dessen Monotonie und Bordunhaftigkeit den Verstand in Slow Motion versetzt. Wieder ein anderer erinnert sich an das Gefühl einer angenehmen Ruhe, die sich im ganzen Körper ausbreitet, wenn der Alltag im Moment keine Rolle mehr spielt.

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Das plastische Gehirn – je älter, desto besser

Weil man üblicherweise vom Gehirn in Begriffen wie „Verschaltungen“, „Schaltkreise“, „Netzwerke“ oder „Abteilungen“ spricht, etablierte sich in unserer Vorstellung das Bild von etwas Festgefügtem. Doch Forschungsstudien enthüllen, dass das Gehirn in Wahrheit ein sich ständig wandelndes, anpassendes und flexibles Konstrukt ist. Man bezeichnet diese Wandelbarkeit als Gehirnplastizität bzw. Neuroplastizität. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit des Gehirns Neuronen anatomisch und funktionell zu regenerieren und neue synaptische Verbindungen herzustellen, sich also immer wieder neu zu strukturieren.

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