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Für immer jung: Warum wir nicht altern müssen

Du fragst dich wohl, was dieser Titel überhaupt soll. Schließlich sieht man doch überall ältere Menschen. Und man braucht hier auch gar nicht so weit zu suchen: Denn bei der täglichen Begutachtung im Spiegel hast du vermutlich auch schon die ersten Fältchen im Gesicht entdeckt oder – ach, du lieber Schreck! – vielleicht sogar das erste graue Haar.

Immer wieder höre ich, wie bereits Zwanzigjährige darüber witzeln, dass sie schon die ersten Alterserscheinungen an sich erkennen können. Je älter die Menschen werden, desto mehr wird das Zwicken hier, das Zwacken dort, die nicht mehr so schöne Figur, die nicht mehr so scharfe Sehkraft und, und, und… dem Alterungsprozess gerne in die Schuhe geschoben. “Du wirst es schon selbst sehen und spüren, wenn du mal in meinem Alter bist!” sagen sie mit einer mitleidigen Stimme und scheinen allein beim Aussprechen dieses Satzes noch mehr in sich zusammenzubrechen. Fernsehen, Magazine, Radio, Werbung – das Thema Altern mit all seinen unschönen Konsequenzen ist allgegenwärtig.

Doch ist das Älterwerden wirklich so selbstverständlich und unausweichlich, wie wir glauben? Müssen wir überhaupt alt werden? Und falls nicht, warum scheinen Menschen auf der ganzen Welt dieselbe Erfahrung zu machen?

Seit Jahrzehnten haben Forscher genau diese Fragen zum Kernpunkt ihrer Studien gemacht. Ihre Resultate verweisen unentwegt auf eine und dieselbe Erkenntnis: Altern ist weder natürlich noch biologisch bedingt!

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Heute schon gelacht?

Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit. ~ Aristoteles

L a c h e n. Lassen Sie dieses Wort einmal auf sich wirken. Vielleicht steigen in Ihnen Bilder von Babys auf, die herzhaft kreischen und lachen, weil Papa Grimassen schneidet oder der Hund sich wild im Kreis dreht und seinem Schwanz nachjagt. Womöglich fällt Ihnen auch die eine oder andere Situation aus der Schule ein, wo Sie etwas sosehr amüsierte, dass Sie einfach losprusten mussten und durch rein gar nichts aufzuhalten waren. Und wie oft hatten sie schon einen hochroten Kopf und konnten kaum Atem holen, während Sie auf dem Sofa herumrollten und ihren Bauch hielten, weil Ihr Lieblingskomiker wieder einmal mit seiner Pointe voll ins Schwarze getroffen hatte?

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Das plastische Gehirn – je älter, desto besser

Weil man üblicherweise vom Gehirn in Begriffen wie „Verschaltungen“, „Schaltkreise“, „Netzwerke“ oder „Abteilungen“ spricht, etablierte sich in unserer Vorstellung das Bild von etwas Festgefügtem. Doch Forschungsstudien enthüllen, dass das Gehirn in Wahrheit ein sich ständig wandelndes, anpassendes und flexibles Konstrukt ist. Man bezeichnet diese Wandelbarkeit als Gehirnplastizität bzw. Neuroplastizität. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit des Gehirns Neuronen anatomisch und funktionell zu regenerieren und neue synaptische Verbindungen herzustellen, sich also immer wieder neu zu strukturieren.

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