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Jin Shin Jyutsu: Die Kunst des japanischen Heilströmens (Teil 2)

Dies ist die Fortsetzung zum gleichnamigen Beitrag, Teil 1.

„Energieschlösser“: Definition, Funktion und Lage

Jiro Murai entdeckte 26 Energieschlösser, die paarweise angelegt sind und jeweils auf der Vorder- und Rückseite des Körpers verlaufen. Sie entspringen auf den Betreuerströmen, von denen wir schon im vorangegangenen Teil gehört haben. Im Grunde handelt es sich dabei um energetische Zentren, die circa sieben Zentimeter Durchmesser haben. Jeder dieser Energieschlösser ist mit bestimmten Organen, Körperteilen sowie psychischen Aspekten verknüpft.

Durch Berührung dieser Punkte wird dem Körper der Impuls gegeben, die Lebensenergie zu erneuern und zu harmonisieren, was auf physischer Ebene eine verjüngende Wirkung hat. Ist jedoch der Durchfluss an diesen Stellen aus irgendwelchen Gründen blockiert, zeigt sich das in Form von Verhärtungen und Verspannung im umgebenden Gewebe.

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Gesund und fit durch die Kraft des Atems

Atmen geschieht doch automatisch!

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie oft Sie in einer Minute atmen oder vielleicht gar Ihre Atemzüge mitgestoppt? Auf welchen Wert sind Sie denn gekommen? Falls Sie zwischen 14 und 20 mal ein- und ausgeatmet haben, dann entsprechen Sie dem Standard. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, warum das überhaupt relevant sein soll, schließlich geschieht Atmung automatisch und Sie müssen sich (zum Glück!) keine Gedanken darüber machen – es gibt ja ohnehin schon genügend Dinge, denen Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken.

Doch diese als so selbstverständlich hingenommene Tätigkeit, die unser Körper durchschnittlich 20.000 mal am Tag wiederholt, hat maßgeblichen Einfluss auf unsere Physiologie, Gefühle wie auch unsere mentale Konstitution. Schon alleine die Tatsache, dass sich der Körper zu 90% über den Atem reinigt, sagt viel über seine Rolle aus. Neugeborene und Babys greifen ganz natürlich auf dieses Potential zurück, indem sie tief in den Bauch hineinatmen. Doch mit der Zeit scheint diese Angewohnheit der flachen Brustatmung zu weichen, bis schließlich nurmehr 30% des Lungenvolumens genützt werden. Yogis haben seit jeher den wahren Wert der Atmung erkannt und sie in Form des Pranayama – der bewussten und willkürlichen Lenkung des Atems – in ihre alltägliche Übungspraxis integriert.

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