Heilende Frequenzen: Die machtvolle Wirkung von Musik auf Geist, Psyche und Körper

Gänzlich gegensätzliche Theorien über die Beschaffenheit des Universums sind sich in einem besonderen Aspekt einig: alles in der Natur hat eine Schwingungskomponente. Meister und Visionäre – von den Mystikern aus dem alten Ägypten, Indien und dem Orient, über Edgar Cayce und Stephen Hawking bis hin zu Deepak Chopra – halten an dem Grundsatz fest, dass auf der fundamentalsten Ebene sowohl „unbelebte“ als auch belebte Materie aus Partikeln und Wellen besteht.

Wirkung von Klangwellen auf Energiefelder

Kreative Heiler haben herausgefunden, dass Klangwellen subtile Energiefelder regulieren und damit vielfältigen Nutzen für die Gesundheit haben können. Auch wenn die Wissenschaft bis dato nicht erklären kann, warum Klang in der Lage ist tiefgreifende Veränderungen in unserem Bewusstsein und Körper zu bewirken, können wir nichtsdestotrotz schon heute von seiner enormen Heilkraft profitieren.

Was kann mit Klang erreicht werden?

Mit Klang können zahlreiche physische Erkrankungen geheilt, das Bewusstsein erweitert, die Intelligenz gesteigert und emotionale wie auch spirituelle Bedürfnisse erfüllt werden. Wie wir später noch erfahren werden, beeinflusst Musik sowohl kognitive als auch motorische Funktionen, da sie zur Bildung neuer neuronaler Wege im Gehirn führt. Vor allem aber besitzt sie die Fähigkeit, jede Hirnregion zu aktivieren. Für ihre Wirksamkeit ist es irrelevant, ob man Musik passiv hört oder sie aktiv ausübt.

Klangheilung hat eine lange Tradition

Auch wenn Klangheilung bzw. Schwingungsmedizin – manchmal auch humane Bioakustik genannt – in den letzten Jahren beachtlich an Popularität dazugewonnen hat, so handelt es sich dabei keineswegs um eine Novität. Denn die Prinzipien, die wir unter anderem mithilfe der Quantenphysikforschung wiederentdecken, waren auch schon in der Antike bekannt. Im alten Ägypten wusste man um die wahre Kraft des Klangs. Die ägyptischen Grabkammern sind strikt nach der Mathematik antiker Musikskalen und Verhältnisse erbaut. Die häufigsten dimensionalen Proportionen in ägyptischen Tempeln entsprechen harmonischen Musikintervallen.

Der Himmel und seine Sterne singen in Dir.
~ Hieroglyphenaufschrift im Tempel der Hathor, Göttin der Musik und Fruchtbarkeit, in Dendera

Der Spruch aus dem Hathor-Tempel gewinnt eine viel tiefere Bedeutung, wenn man bedenkt, dass die alten Ägypter mit der Schwingungsnatur des gesamten Kosmos und aller Schöpfung vertraut waren.

Schamanen aus den Hochland-Regenwäldern in Peru verwenden nach wie vor das Chanten – eine Art rhythmisch-melodischen Sprechens oder Singens – als ihr primäres Heilwerkzeug, während beispielsweise die Ashanti aus Ghana ihre Heilzeremonien mit Trommeln begleiten.

Viele Methoden und Ansätze – derselbe Effekt

Die Methoden, wie Klang zu Heilungszwecken eingesetzt wird, variieren stark. Dennoch zeigt sowohl der Einsatz von Klangfrequenzen, wie er von alten Meistern praktiziert wurde, genauso beeindruckende Resultate, wie die Methoden moderner Forscher à la Alfred Tomatis oder Sharry Edwards. Da es derart unterschiedliche Ansätze sowie Mischformen der Klangheilung gibt, wird nachfolgend eine repräsentative Auswahl möglicher Optionen vorgestellt.

Solfeggio-Frequenzen

Im frühen Mittelalter zur Intonierung vor allem gregorianischer Sprechgesänge verwendet, denen schon damals eine starke bewusstseinserweiternde Wirkung zugeschrieben wurde, war die Solfeggio-Frequenzreihe ursprünglich eine Sechstonleiter. Sie wurde vom Zahnarzt Dr. Leonard Horowitz wiederentdeckt. Das Besondere an diesem Tonsystem ist, dass seine Basis- und Oktavenwerte bei der Theosophischen Quersummenreduktion stets die Werte 3, 6 oder 9 ergeben.

In seinen Arbeiten wies Wissenschaftler und weltberühmter Erfinder Nikola Tesla mehrfach auf die Signifikanz dieser drei Zahlen als grundlegende Kennziffern der Ur- bzw. Schöpferkraft hin.

Wenn Du die Bedeutung der 3, 6, 9 verstanden hast, hast Du einen Schlüssel zum Universum. ~ Nikola Tesla

Zu den originären sechs Solfeggio-Frequenzen (396 bis 825 Hz) gesellten sich später noch weitere drei hinzu: 174, 285 und 963 Hz.

Solfeggio-Frequenzen, ihre Wirkungen und Quersummen: 174 Hz Vereinigung Quersumme 3. 285 Hz Universelle Erkenntnis durch Quanteninformation, Quersumme 6. 396 Hz Befreiung von Schuld und Angst, Quersumme 9. 417 Hz Resonanz und Veränderungen, Quersumme 3. 528 Hz Transformation und Wunder, DNA-Repair, Quersumme 6. 639 Hz Harmonische Beziehungen und Verbindungen, Quersumme 9. 741 Hz Erwachen der Intuition, Reinigung und Lösen, Quersumme 3. 825 Hz Rückkehr zur schöpferischen Ordnung, Quersumme 6. 963 Hz Schöpfer Mensch, Quersumme 9.

Abbildung 1: Solfeggio-Frequenzen und ihre Wirkungen

SomaEnergetics

David Hulse, dem Begründer von SomaEnergetics zufolge, ist Materie nichts anderes als verlangsamte Schwingung und die Teilchen sind nicht fest. Auf dieser Basis aufbauend, hat Hulse spezielle Stimmgabeln entwickelt, welche die Solfeggio-Frequenzreihe reproduzieren.

Solfeggio-Stimmgabeln

Abbildung 2: Solfeggio-Stimmgabeln

Audio-Psycho-Phonologie bzw. Tomatis-Methode

Dr. Alfred Tomatis war ein französischer HNO-Arzt. Er glaubte fest daran, dass die Stimme eine wichtige Rolle bei der Erhaltung optimaler Gesundheit und des Wohlseins im Gehirn, Körper und Bewusstsein spielt. Indem er das Gehör seiner Patienten darauf trainierte, Frequenzen wahrzunehmen, die nicht länger in ihrer üblichen Hörbandbreite vorhanden waren, konnte sich die Stimme diese fehlenden Klanganteile wieder neu aneignen. Er stellte nämlich fest, dass eine volle, gesunde Stimme holistische, positive Effekte auf jeden Menschen hat.

NanoVoice

Sharry Edwards‘ Arbeit zeigt, dass spezielle Nanofrequenzen in der Stimme messbar sind und ebenso vom Körper ausgestrahlt werden. Diese Mikroklänge geben Hinweise auf die physische und mentale Gesundheit. Sie zeigen an, ob sich die subtilen Energien des Körpers in Harmonie oder Disharmonie befinden. Edwards entdeckte, dass durch die Anwendung entsprechender Frequenzen, Balance in subtilen Energiesystemen wiederhergestellt werden kann.

Sie erkannte ebenfalls, dass es für jeden Körperteil, der ins Gleichgewicht gebracht werden soll, eine korrelierende spezifische Klangfrequenz gibt. Sie gab ihren Klienten deshalb Klanggeneratoren mit, die jeweils auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Frequenzen erzeugten. Das regelmäßige Hören der Frequenzen brachte bemerkenswerte Verbesserungen des Sehvermögens sowie Atmungssystems und regte zudem die Regeneration vom verletzten Muskel- und Knochengewebe an. Letzteres gab den betroffenen Personen die Fähigkeit zurück, sich normal zu bewegen und zu funktionieren.

Toning

Jonathan Goldman hat sich insbesondere auf die Behandlung mit dem sogenannten Toning, also Stimmen, der Stimme spezialisiert. Es besteht im Singen ausgedehnter Vokale, was sowohl für Körper als auch für die Chakren sehr förderlich ist.

Goldman befasste sich ebenso intensiv mit Obertönen. Man kann diese entweder hören oder sie stimmlich einzeln ansingen. Das Hören von Obertönen führt zu Schwingungsverschiebungen, welche auf körperlicher Ebene eine Senkung der Herzrate, Atemfrequenz und der Hirnwellenaktivität bewirken. Durch das Singen von Obertönen werden verschiedene Körperpartien, Chakren wie auch Hirnbereiche in Schwingung versetzt, was zu erstaunlichen Ergebnissen führt.

„Mozart-Effekt“ und andere Studien

1993 berichteten Forscher erstmals über eine Verbesserung der IQ-Test-Leistungen nach dem Hören von Mozart-Kompositionen. Im Zuge der journalistischen Berichterstattung etablierte sich aufgrund dessen der personenbezogene Begriff, der mittlerweile sogar unter Patent steht.

Das Wissenschaftlerteam um Irma Järvelä, Dozentin für Medizingenetik an der Universität Helsinki, verlieh dem Mozart-Effekt 2015 wieder frischen Aufwind. Diesmal konnte festgestellt werden, dass das Musikhören den Ausdruck von Genen erhöht, die mit der Ausschüttung und dem Transport des Glückshormons Dopamin zu tun haben, während die Expression anderer Gene, welche zum Beispiel mit neurodegenerativen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht werden, gesenkt wurde. Erstere sind für die synaptische Übertragung sowie Lern- und Gedächtnisfähigkeiten verantwortlich. Somit bewies auch diese Studie die Steigerung kognitiver Fähigkeiten durch das Hören klassischer Musik.

Einige Studien deuten ebenfalls darauf hin, dass musikalische Ausbildung unter anderem das Hören, den sprachlichen Ausdruck, Konzentration und Gedächtnis steigert wie auch die räumliche Vorstellungskraft, motorische und mathematische Fähigkeiten verbessert. Des Weiteren konnte festgestellt werden, dass Kinder, die ein Instrument spielen beziehungsweise singen, leichter Fremdsprachen lernen, sich schneller neue Vokabel merken sowie fließender Lesen.

Die Neuropsychologin Sabine Schneider und der Neurologe Eckart Altenmüller von der Musikuniversität in Hannover führten 2007 eine Studie durch, bei der sie Patienten mit feinmotorischer Einschränkung in der Hand aufforderten Melodien auf dem Klavier zu spielen oder einen Rhythmus auf Drumpads zu klopfen. Dieses musikgestützte Training äußerte sich in deutlich besseren Resultaten im Timing, der Präzision und Geschmeidigkeit der Feinmotorik als es bei Patienten in konventioneller Therapie der Fall war. Den Forschern zufolge war der musiktherapeutische Ansatz deshalb erfolgreicher, da sich aufgrund des Zusammenspiels zwischen den sensomotorischen und auditiven Hirnregionen bedeutend mehr neuronale Pfade herausgebildet haben.

Bewegungstherapie mithilfe des Rhythmus wurde in den 1990er Jahren besonders beliebt. Der Musiktherapeut und Neurowissenschaftler Michael Thaut von der Colorado State University demonstrierte eine Technik genannt Rhythmisch-auditive Stimulation für Menschen mit Gehschwierigkeiten, unter anderem Schlaganfall- und Parkinsonpatienten. Der Therapeut fordert den Patienten vorerst auf in einem angenehmen Tempo zu gehen, danach zu einem gut hörbaren Rhythmus. Tempi, welche die Komfortzone der Patienten leicht überschritten, brachten die größten Verbesserungen bei der Geschwindigkeit, Schrittfrequenz und Schrittlänge.

Mit rhythmisch-auditiver Stimulation zum normalen Gehtempo.

Abbildung 3: Mit rhythmisch-auditiver Stimulation zum normalen Gehtempo.

Gehirnaufnahmen deuten darauf hin, dass die rhythmisch-auditive Stimulation die neuronale Lenkung des Bewegungsverhaltens an einen gesunden Hirnbereich umleitet. Der auditive Reiz wird an das motorische Netzwerk im Kleinhirn geschickt, welches die Koordinierung steuert sowie an andere kortikale Regionen, die für die Synchronisierung von Klang und Bewegung verantwortlich sind.

Studien mit Demenzpatienten veranschaulichen, dass sowohl die regelmäßige rezeptive (hören) wie auch die aktive (tanzen, singen, klatschen) Interaktion mit Musik den Verstand und das Gedächtnis trainiert. Die Interaktion ist dann am effektivsten, wenn das Musikstück von der betreffenden Person selbst gewählt wird beziehungsweise ihr gefällt.

Fazit

Wie zuvor erwähnt, ist mit dieser kurzen Vorstellung von klangbasierten Heilmethoden die breite Palette an möglichen Optionen noch lange nicht ausgeschöpft. Da wäre beispielsweise noch das tradierte Wissen über die Wirkung von Vierteltönen, die in Indien und im Orient – oftmals in Kombination mit Mantren oder Chants – gezielt zur Bewusstseinserweiterung eingesetzt werden, aber auch zur Beeinflussung und Ausbalancierung ästhetischer und materieller Werte. Und, und, und…

Wer sich außerdem traut über den Tellerrand des wissenschaftlich Bewiesenen zu schauen, findet ebenso originelles Material zum Thema in den Readings von Edgar Cayce. Dieser äußerte sich unter anderem zur Wirkung des transzendentalen Klangs Om bzw. Aum und erörterte detailliert den Einsatz von Musik zur Heilung, Reinigung und Erreichung höherer Seinszustände im alten Ägypten.

 


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